(M)ein turbulentes Schwarzer Terrier Hundeleben

Barfen

Steht im Deutschen für „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“. Das Wort selber kommt ursprünglich aus dem Amerikanischen und wurde das erste mal namentlich von Debbie Tripp mit „Born-Again Raw Feeders“ (wiedergeborene Rohfütterer) sowie im weiteren Verlauf mit „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter), erwähnt.

 

Beim Barfen geht man wieder zurück zur natürlichen Fütterung, lässt die Fertigfutterprodukte links liegen und ernährt den Hund sehr Naturnah.

 

Nein, man wirft ihm keine lebenden Tiere hin, die er jagen und erlegen soll, auch muss man ihm kein ganzes Kaninchen, Meerschweinchen oder Reh vorlegen, aber rohes Fleisch mit Knochen sowie entsprechendes Gemüse stehen auf dem Futterplan.

 

Warum B.A.R.F?

 

Viele Hunde kämpfen mittlerweile mit Allergien, haben Nierenerkrankungen, sind zu dick oder leiden unter ständigem Durchfall und werden demzufolge mit Medikamenten voll gepumpt.

 

Sofern der Tierarzt durch entsprechende Untersuchungen akute Erkrankungen ausgeschlossen hat, sollte man sich überlegen den eigenen Hund zu Barfen.

 

Wie kamen wir zum Barfen?

 

Ich wollte Jojo ursprünglich Barfen, hatte aber die Befürchtung das ich dem Welpen nicht gerecht werde. Dann all seine Krankheiten während der ersten zwei Jahre und der ständige Durchfall – zu dem Zeitpunkt waren wir alle 14 Tage bis spätestens 4 Wochen beim Tierarzt, ich traute mich einfach nicht. Dann stellte sich mit knapp einem Jahr eine vermeintliche Allergie gegen Rindfleisch heraus, die sich durch Durchfall äußerte.

 

Dann kam mit knapp 2 Jahren der Durchbruch seiner genetisch bedingten Nierenerkrankung und mit einem mal sollte ich ihn mit einem Spezial-Trockenfutter der Firma Hills ernähren. Zur Firma Hills, bleibt an dieser Stelle nur soviel zu sagen, dass man mir keine Auskunft darüber geben konnte wie sich die Fleischbestandteile in diesem „Spezial-Trockenfutter“ zusammensetzen. Damit war klar, das ich eine Alternative brauchte, denn zu den Nieren Problemen noch die Allergieprobleme mussten nicht sein.

 

Die Tierklinik empfahl 2 Tassen Kartoffeln, 2 Tassen Tofu und 2 Tassen Karotte als Alternative.

 

Purinarm Barfen

 

Das ging gar nicht, also Barfen. Das Internet bietet viele Informationen, gesundehunde.com war eine meiner ersten Anlaufstellen. Die Amerikaner boten in unterschiedlichen Dalmatinerforen (Dalmatiner leiden sehr oft an dieser Nierenerkrankung) ebenfalls Informationen und las alles was ich bekam.

 

Erstmal bekam er noch 6 Wochen so wenig wie möglich Fleisch mit einem hohen Reis/Gemüseanteil, was zur Folge hatte, das er fast 12 kg abnahm. Da er aber schon immer sehr schlank war, musste das wieder drauf und dann begann das richtige Barfen.

 

Aufgrund der purinarmen Kost bekommt er täglich ca.500 -750 gr Frischfleisch, gewolfter Rinderkopf, gewolftes Huhn, in Pansen und anderen Innereien ist zu viel Purin, dazu entsprechende Mengen eingeweichte Reisflocken, Karotte und Gemüse. Um die Mineralien und Vitamine abzudecken gibt’s zusätzlich entsprechende Produkte von Grau, oder cd sowie Öle und um das Gewicht zu halten Rinderfett in Pulverform welches kein Purin enthält.

 

Stand nach knapp 2 Jahren

 

Wir sparen seit 2 Jahren die Tierarztkosten, kein Durchfall mehr, kein kranker Hund, keine Wehwehchen, keine Hotspots – dafür aber immer einen leeren Napf, ein Hund der gerne frisst und ein Hund der agil durchs Leben läuft.