Gefälschte Papiere
In einigen Foren wird derzeit ein Fall diskutiert, von dem wohl bisher nur die Spitze des Eisbergs bekannt ist.
Eine Züchterin*, die im vergangenen Jahr bereits von den Behörden in ihrem Heimatland kontrolliert wurde und Hunde in Gitterboxen unter schlechten Bedingungen gehalten hat, flog auf, so konnte man in der Presse und in Foren lesen.
Die Züchterin nahm dazu nie Stellung, jedenfalls in keinem der mir bekannten Foren oder gegenüber Leuten die dies in den Foren diskutiert haben, aber sie kam weiter hin zu Ausstellungen und ihre Rüden waren im Einsatz.
Anscheinend begann man dann weiter zu forschen und nun stellt sich raus, dass es nachgewiesen ist (Terrier Juni 2009), dass für 2 der prämierten Deckrüden (die auch des Öfteren in Deutschland eingesetzt wurden) gefälschte HD Ergebnisse vorgelegt wurden. Die Annahme liegt nah, dass diese Hunde schlechte Hüften haben und keine Zuchtzulassung bekommen hätten. Aber wissen tut es letztlich derzeit niemand.
Das diese Züchterin* zwischendurch nicht die Besitzerin war oder nicht mehr ist, oder wem auch immer die Hunde jetzt gehören, spielt eigentlich nur eine Nebenrolle, denn die Hunde wurden wissentlich mit gefälschten Papieren eingesetzt. Diskussionen über das Mitwissen von Hündinnenbesitzern laufen und man will anprangern, jemanden ausschließen der der Rasse Schaden zufügt usw.
Ein Ausstellungsverbot weltweit wird gefordert. Sicher jeder der Tiere mag möchte gerne, auf die ein oder andere Weise, mit diesen Personen, denn hier handelt es sich mind. um 2, ein Wort reden, gerne würde man ihnen die Hunde wegnehmen, aber wenn es nicht die eigenen sind und Papier ist so geduldig...
Ausstellen kann jeder, ein Zuchtverbot wäre angebracht, doch auch das bekommt man nicht hin, denn einen Zwinger anmelden auf einen anderen Namen, vielleicht noch in einem anderen Land und schon geht es weiter. Zwar nicht mehr für diese Hunde aber mit anderen ihrer Rasse.
Es ist traurig und mich persönlich macht es wütend, wenn Tiere zur Sache werden und die Profitgier vom Menschen überhand nimmt.
Doch wo beginnt eigentlich der Betrug? Beginnt er wirklich erst bei falschen Hüftbildern? Ist es die Summe von schlechter Haltung und Betrug, die zu diesen Diskussionen und daraus resultierenden Forderungen führt?
Ich glaube mittlerweile, dass es sehr naiv ist, wenn man davon ausgeht, dass die Russenzucht, auf Grund ihrer Größe, nur ein schwarzes Schaf in ihrer Mitte hatte.
Es gibt sicherlich die Weißen ebenso wie hell- und dunkel Grauen, die Gefleckten und die Schwarzen Schafe.
Letztlich ist auch ein Verein wie der KFT mit all seinen Mitgliedern, nur ein Teil der Gesellschaft, auch dort tummeln sich alle Schichten und Menschlichkeiten, ebenso wie in dem noch kleineren Kreis der Russenzüchter. Die rosarote Brille taugt in diesem Fall nichts, rein gar nichts. Beobachtet man von außen sieht man eine Gruppendynamik, die zwar einerseits schön ist, aber ist sie wirklich ehrlich?
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*auch wenn ich mit Züchter eigentlich den verantwortungsvollen und liebevollen Umgang mit dem Tier verbinde und man diesen hier anscheinend nicht wirklich finden kann, so züchtete sie doch in der Vergangenheit und anscheinend auch in der Gegenwart sehr viel Hunde, wovon einige recht erfolgreich sind und waren. Den Titel, den ich geben würde, kennt man, wenn man mich kennt.
Danke für die Rückmeldung, selbstverständlich handelt es sich bei der Terrier Ausgabe um die Ausgabe Juni 2009, da war der Zahlenverdreher am Werk.